Rückblick

Zweiter Videoclip „Summlång“

Das alte Kärntner Lied hat sich oftmals dadurch ausgezeichnet, daß es „verdeckte“ Texte hatte. Also Botschaften, die nicht auf den ersten Blick verstehbar waren. Das kam besonders beim Liebeslied zum Ausdruck, wenn der „Freiersbua“ nicht allzu direkt auf seine Angebetete einstürmen wollte. Als Beispiel hierfür sei das Lied „Muaß zu mein Diandlan gehen“ angeführt, in dem es heißt:

„Muaß zu mein Diandlan gehen, muaß sie wås frågn. Sie muaß mia’s offn’n gsteh‘n, aufrichtig sågn. Ob i sollt wieda kem, oder sollt Åbschied nehm, oder sollt Urlaub nehman.“

Im neuen Kärntner Lied „Summalång“ von Glawischnig und Mittergradnegger kommt diese Art des verdeckten Textes wieder zum Vorschein. Dieses Lied eignet sich deshalb besonders gut für den Dreh eines Musikvideos:

„Amål da Wind sein üba die Felder her, summalång, summalång,
amål de Liab sein, üba die Wies‘n her, summalång, summalång.“

Bewußt haben die Emmersdorfer auf die typischen Einspielungen von Musikvideos Kärntner Chöre verzichtet, in welchen die Chöre selbst Darsteller sind bzw. beim Singen der Lieder gezeigt werden. Das Video „Summalång“ soll die Stimmungslage vermitteln, die ein junger Bursche bei der (fast) vergeblichen Suche nach seiner Angebeteten hat. Hubert Dohr hat ein besonderes Farbenspiel dazu gezaubert.

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